4. Seminartag am 25.09.2019

Hier finden Sie das Programm für den 4. Seminartag mit Inhaltsbeschreibungen der einzelnen Seminare. Vormittags und nachmittags finden parallel jeweils 7 Seminare statt. Thema der Plenumsveranstaltung ist: Die Hausarztpraxis der Zukunft.

Nach erfolgter Registrierung zum Seminarprogramm erhalten Sie per E-Mail eine Einladung zum nächsten Seminartag.

Sollten Sie keine Einladung erhalten haben, melden Sie sich bitte bei uns per E-Mail kw-berlin-allgemeinmedizin(at)charite.de oder telefonisch unter 030 450 514 145.

Anmeldungen sind bis 14.09.2019 möglich.

 

Sie befinden sich hier:

Vormittagsseminare 10-13 Uhr

S 01 Fehlermanagement in der Arztpraxis

Wie gehe ich im Team und gegenüber dem Patienten mit Fehlern um? Welche Maßnahmen zur Vermeidung von Behandlungsfehlern kann ich einsetzen? Das Seminar vermittelt anhand echter Beispiele aus der Praxis Grundkenntnisse des Risikomanagements sowie Strategien eines adäquaten Verhaltens nach einem Behandlungsfehler.

Dr. med. Barbara Hoffmann, MPH, Ärztekammer Berlin

S 02 Werkzeugkasten Modul 8: Freude mit Formularen

Die 97(!) Formulare in der Hausarztpraxis sind vielen Kollegen ein Graus, doch der Umgang mit ihnen ist oft unumgänglich. Strategien und Arbeitsmethodik im Umgang mit dem Schriftverkehr in der Sprechstunde werden vorgestellt: in einem ersten Teil geht es um Formulare im Allgemeinen (Musterverordnung und die AU), im zweiten Teil um Atteste und Versicherungsanfragen.
Timo Schumacher, Facharzt für Allgemeinmedizin, Schwanewede
Nora Berger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

S 03 Neue orale Antikoagulantien (NOAK): Evidenzbasis, Indikation und Risiken - interaktiv und mit Fallbeispielen

Sind Vitamin-K-Antagonisten "out"? Der Verschreibungsdruck auf die Hausärzte ist enorm. Sind wir ausreichend informiert? Sind vielleicht doch die Risiken der Medikamente größer als vermutet? Was tun bei Blutungen? Welche Überwachungsroutinen sind nötig? Hat sich die Indikation geändert? Welche Kontraindikationen gibt es? Was sagen uns die neuen Real-Life-Daten?

Gerne können Sie eigene Fallbeispiel mitbringen

Dr. med. Hans-Otto Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

S 04 Palliativmedizin

Ambulante palliativmedizinische Versorgung aus hausärztlicher und spezialisierter Sicht. Wer kennt AAPV, BQKPMV und SAPV? Was kann die Hausärztin/der Hausarzt leisten? Wo liegen die Grenzen?Wie können Kooperationen gestaltet werden? Medikamentöse Therapie (Pflicht) oder Kommunikation (Kür) - Was ist wichtiger? Ich hoffe, gemeinsam mit Ihnen gute Antworten zu finden!

Dr. med. Achim Rieger, Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin, Berlin

S 05 Arzt-Patienten-Gespräch bei stressassoziierten Erkrankungen

Stress ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Als ersten Ansprechpartner konsultieren Patientinnen und Patienten mit stressassoziierten Symptomen ihre Hausärztinnen/Hausärzte. Es werden Kommunikationsmodelle dargestellt, gemeinsam erarbeitet und ihre Anwendung an Fallbeispielen erläutert. Ziel: Erkennen von Handlungsschritten bei stressbedingten Erkrankungen, Üben ressourcen-orientierter Gesprächsführung.

Prof. Dr. med. Vittoria Braun, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

S 06 Depressive Störungen in der Hausarztpraxis

Depressive Störungen in der Hausarztpraxis sind häufig. Handelt es sich diagnostisch um eine Depression im engeren Sinn oder eher um eine Anpassungsstörung oder Trauer? Spielen organische Faktoren als Ursache der Symptomatik eine Rolle? Zu welchem Zeitpunkt sind Psychopharmaka indiziert und welche? Wann überweise ich zu einem Facharzt? Diese Fragen werden interaktiv unter Einbeziehung von Leitlinien bearbeitet.
Dr. med. Maike Wolf, Fachärztin für Psychiatrie/

Psychotherapie und Neurologie, Ärztliche Leitung, MVZ Ärztehaus am KEH mit Epilepsiezentrum, Berlin

S 7 Rheumatologie

Das Seminar gibt einen Überblick über die häufigen rheumatischen Erkrankungen, die in der hausärztlichen Praxis vorkommen können:

Wie kann ich Arthritis oder Arthrose unterscheiden?

Welche Labordiagnostik können Hausärztinnen und Hausärzte machen?

Was ist zu beachten bei Patientinnen und Patienten mit Basistherapie?

Welche Impfungen sind für Patientinnen und Patienten mit Rheuma wichtig?

Besonderheiten bei älteren Rheuma-Patientinnen und Patienten?

Besonderheiten bei schwangeren Rheumapatientinnen?

Fallbeispiele

Dr. med. Ron Philipps, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Hausarztpraxis Berlin

Nachmittagsseminare 14-17 Uhr

S 08 Facharztprüfung bestanden - und dann?

Egal ob angestellt oder niedergelassen, am Anfang einer vertragsärztlichen Tätigkeit gibt es eine Menge Stolperfallen. Im Rahmen der Veranstaltung werden knifflige Fallbeispiele besprochen, komplizierte Formulare und Richtlinien erläutert sowie wertvolle Tipps zur Praxisgründung gegeben, damit das erste Jahr als Fachärztin/Facharzt gefahrlos bewältigt wird. Eine besondere Berücksichtigung werden regionale Besonderheiten in Berlin finden.

Weitere Themen des Workshops werden sein:

bedarfsgerechte Praxisausstattung

Budget-RLV-QZV-Richtgrößen im Auge behalten

wirtschaftliche Praxisführung zur Regress-Vermeidung

wertschätzende Mitarbeiterführung

Bürokratie und berufspolitische Hintergründe

Dr. med. Ingolf Hintner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Berlin

S 09 „Seltene Erkrankungen bei Erwachsenen oder finden Sie das Zebra unter den Pferden“

Wie oft haben Sie schon ein M. Addison, eine Porphyrie, Amyloidose oder Metallintoxikation entdeckt? Und dabei hat jede Hausarztpraxis derartige seltene Erkrankungen unter ihren Patienten oder haben Sie sie als „psychosomatisch“ eingeordnet? Lassen Sie uns gemeinsam „Dr. House“ spielen und anhand von Büchern und webbasierten Tools üben wie man der Diagnose auf die Spur kommt. Bringen Sie Ihren (anonymisierten) Fall mit, bei dem sie das Gefühl haben, da könnte „was dahinter stecken“. Ziel ist Patientinnen und Patienten mit nicht erklärbaren Beschwerden eine verbesserte Versorgung zu bieten, durch systematische hausärztliche Diagnostik und eine zielgerichtete Zusammenarbeit mit den Zentren für Seltene Erkrankungen.

Dr. med. Hans-Otto Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

S 10 Kinder in der Hausarztpraxis

Pro und Contra, Voraussetzungen und praktische Umsetzung von Akutbehandlung, Vorsorgen und Impfungen in der Allgemeinarztpraxis

Dr. med. Winnie Berlin, Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Kinder- und Jugendmedizin, Werder/Havel

S 11 Komplementärmedizin in der Hausarztpraxis

Die Veranstaltung geht auf bewährte Formen, Einsatzgebiete, Möglichkeiten und Grenzen von Komplementärmedizin in der Hausarztpraxis ein. Zusätzlich werden Wege zur qualifizierten zur Weiterbildung für einzelne Teilgebiete und Abrechnungsmöglichkeiten vorgestellt.

Dr. med. Miriam Ortiz, Fachärztin für Allgemeinmedizin,
Dr
. med. Michael Teut, Facharzt für Allgemeinmedizin, beide Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin

S 12 Häusliche Gewalt in der allgemeinmedizinischen Praxis: Erkennen und Handeln

Handlungssicherheit im Kontext häusliche Gewalt: Wie erkenne ich betroffene Patient*innen und was mache ich bei (Verdacht auf) häusliche Gewalt? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Dieses Seminar vermittelt praxisnah und interaktiv Wissen zu Prävalenz, Situation der Betroffenen und ihren Kindern sowie Erkenntnisse zum Gewaltkreislauf. Erläutert werden die zahlreichen gesundheitlichen Auswirkungen, die Bedeutung der Gesundheitsversorgung und zentrale Handlungskompetenzen, wie Sicherheit im Ansprechen von Gewalterfahrungen, was kann ich in der hausärztlichen Praxis tun, Kenntnis des weiteren Hilfesystems und Klarheit über Handlungsmöglichkeiten sowie Handlungsgrenzen.

Dorothea Sautter und Angelika May, Referentinnen Koordinierungs- und Interventionsstelle S.I.G.N.A.L. e.V., Berlin

S 13 Werkzeugkasten Modul 4: Das Genie beherrscht das Chaos - Praxisorganisation

Wir wollen Ihnen Hilfestellung geben, eine gut organisierte und durchdachte Sprechstundenplanung zu etablieren. Begrifflichkeiten wie Sprechstundenbedarf und Praxisbedarf werden differenziert dargestellt und delegationsfähige Arbeiten und die Sprechstundenorganisation von Arzt und MFA diskutiert. Wir zeigen, was aus einer Praxis-EDV herausgeholt werden kann und wollen auch das Arbeiten mit Checklisten nicht zu kurz kommen lassen.

Dr. med. Julia Born, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
Dr. med. Katharina Weinert, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Fredersdorf-Vogelsdorf

S 14 Dermatologische Erkrankungen in der Hausarztpraxis

Erkrankungen der Haut und Schleimhäute sind ein häufiger Beratungsanlass in der Hausarztpraxis.

Anhand von Fallbeispielen werden häufige Krankheitsbilder, Diagnostisches Vorgehen und Therapie interaktiv erarbeitet.

Dr. med. Fabian Ludwig, Facharzt für Allgemeinmedizin, Brieselang

Lageplan Veranstaltungsort 4. Seminartag