Seminartag 1 am 12.02.2020

Hier finden Sie das Seminarprogramm für den  1. Seminartag (von 9 - 17 Uhr) mit Inhaltsbeschreibungen der einzelnen Seminare. Vormittags und nachmittags finden jeweils 8 parallele Seminare statt. Thema der Plenumsveranstaltung ist Watchful waiting - die Überlegenheit des Denkens in der Allgemeinmedizin.

Online-Anmeldungen sind bis zum 31.01.20 möglich.

Sie befinden sich hier:

Vormittagsseminare 10-13 Uhr

S 01 Hypertonie

Was wissen wir eigentlich über die Hypertonie?

Ein interaktives Seminar mit Fallbeispielen

○ Was nützt die Diagnose den Patienten? ○ Über- oder unterschätzen wir die Risiken? ○ Zielwerte (rauf oder runter)? ○ Höheres Alter, Polypharmazie, Schwanger-schaft und Stillzeit ○ Interventionelle Methoden

○ Studienlage zu Lebensstil, Adhärenz, Betablocker, Diuretika

Dr. med. Hans-Otto Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

S 02 Depressive Störungen in der Hausarztpraxis

Depressive Störungen in der Hausarztpraxis sind häufig. Handelt es sich diagnostisch um eine Depression im engeren Sinn oder eher um eine Anpassungsstörung oder Trauer? Spielen organische Faktoren als Ursache der Symptomatik eine Rolle? Zu welchem Zeitpunkt sind Psychopharmaka indiziert und welche? Wann überweise ich zu einer Fachärztin/ einem Facharzt? Diese Fragen werden interaktiv unter Einbeziehung von Leitlinien bearbeitet.

Dr. med. Maike Wolf, Fachärztin für Psychiatrie/
Psychotherapie und Neurologie, Ärztliche Leitung, MVZ Ärztehaus am KEH mit Epilepsiezentrum, Berlin

 

S 03 HNO-ärztliche Beratungsanlässe in der Hausarztpraxis

Praxisnah und mit Fallbeispielen sollen Diagnostik- und Behandlungsoptionen von hausärztlichen Patientinnen und Patienten mit häufigen Erkrankungen und Funktionsstörungen des Kopf- und Halsbereiches besprochen werden.

Dr. med. Karen Krüger - Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Institut für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin

S 04 HWS, Schulter, Arm, Hand – Untersuchungsmethoden

In diesem Seminar werden orientierende Untersuchungs-und Behandlungstechniken der HWS und oberen Extremitäten überwiegend praktisch geübt mit dem Ziel, Therapieoptionen zu erkennen: ○ Was kann ich als Ärztin/Arzt an Techniken und Übungen ohne sofortige Überweisung durchführen und ○ ab wann ist eine Heilmittelverordnung zur Physiotherapie mit dem Ziel der Schmerzreduktion, Bewegungserweiterung, Stabilisierung (tiefe Muskeln) und das Erlernen von Eigenübungen sinnvoll?
René Eichler, Physiotherapeut, Potsdam

S 05 EBM-Abrechnung in der Hausarztpraxis

Was sind RLV-QZV-genehmigungspflichtige Leistungen?
Welche EBM-Ziffern gibt es in der Hausarztpraxis, welche schließen sich aus?
Chronikerregelung, Geriatrie, Psychosomatik - wie werden diese Leistungen abgerechnet?

Anne von Törne, Praxisorganisation Teltow

S 06 Arzt-Patienten-Gespräch bei stressassoziierten Erkrankungen

Stress ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Als erste Ansprechperson konsultieren Patientinnen und Patienten mit stressassoziierten Symptomen ihre Hausärztinnen/Hausärzte. Es werden Kommunikationsmodelle dargestellt, gemeinsam erarbeitet und ihre Anwendung an Fallbeispielen erläutert. Ziel: Erkennen von Handlungsschritten bei stressbedingten Erkrankungen, Üben ressourcen-orientierter Gesprächsführung.

Prof. Dr. med. Vittoria Braun, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

S 07 COPD in der Hausarztpraxis

Wie gestalte ich die Stufendiagnostik?
Fallstricke bei der Lungenfunktion
Differentialdiagnose zum Asthma
Wann ist eine lungenfachärztliche Untersuchung notwendig?
Rationelle Medikation: was ist nötig, was überflüssig?
Tipps zur Tabakentwöhnung und Trainingstherapie, Wann Sauerstofflangzeittherapie oder Beatmung?

Prof. Dr. Wulf Pankow, Facharzt für Pneumologie und Infektiologie, Berlin
 

S 08 Knifflige Fragen aus der Impfpraxis

Die Impfempfehlungen der STIKO sehen eine vollständige Durchführung der Grundimmunisierung in den ersten beiden Lebensjahren sowie weitere Standard- und Auffrischimpfungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter vor. Im ärztlichen Praxisalltag gibt es jedoch häufig Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen eine Durchimpfung nach den Empfehlungen der STIKO aus verschiedensten Gründen (Impfskepsis, Migration, Arztwechsel, "Vergessen", spezielle Indikationen) nicht der Fall ist. Was gibt es dabei zu beachten? Wie gehe ich vor?

Dr. med. Miriam Wiese-Posselt, Robert Koch-Institut Abteilung für Infektionsepidemiologie Berlin

Nachmittagsseminare 14-17 Uhr

S 09 Anträge nach dem Schwerbehindertenrecht und dem Opferentschädigungsrecht

Als Hausärztin/Hausarzt ist man oft involviert bei Anträgen auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch oder im Rahmen des Sozialen Entschädigungsrechts für Opfer von Gewalttaten. Was gilt es zu beachten? Welche Aufgaben haben dabei (und darüber hinaus) Versorgungsamt und LAGeSo?

Dr. med. Renée Wirtmüller, Leiterin der Abteilung Gesundheit im Landesamt für Gesundheit und Soziales, Berlin

 

S 10 PSA-Test, Mammographie und Co. - Statistik für den Haus(arzt)gebrauch, ganz ohne komplizierte Mathematik!

Würden Sie mir die Brustkrebsfrüherkennung empfehlen?, Ich habe Knoten in der Schilddrüse, muss ich mir Sorgen machen?, Was bedeutet dieser PSA-Test? – typische Fragen in der Hausarztpraxis. In diesem Seminar lernen Sie, Wahrscheinlichkeiten mit einer einfachen Methode sicher  zu meistern. Damit können Sie für sich und Ihre Patientinnen und Patienten häufige Testverfahren, wie z.B. PSA-Test, Mammographie, Schilddrüsensono und HIV-Test, verständlich und beherrschbar machen. Durch direkte Anwendung an konkreten Fällen erwerben Sie praktisches Anwendungswissen für Ihren hausärztlichen Arbeitsalltag - mit sofortigem Erfolgserlebnis! Ohne mathematische Anforderungen jenseits der Addition und Multiplikation!

Raphael Kunisch, Arzt, Universitätsklinikum  Erlangen, Institut für Allgemeinmedizin

 

S 11 Hypertonie (doppelt)

Was wissen wir eigentlich über die Hypertonie?
Ein interaktives Seminar mit Fallbeispielen
○ Was nützt die Diagnose den Patienten? ○ Über- oder unterschätzen wir die Risiken? ○ Zielwerte (rauf oder runter)? ○ Höheres Alter, Polypharmazie, Schwangerschaft und Stillzeit ○ Interventionelle Methoden ○ Studienlage zu Lebensstil, Adhärenz, Betablocker, Diuretika

Dr. med. Hans-Otto Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

S 12 Praxisfinanzierung und Versicherungen: Werkzeugkasten Modul 2

Das gab’s ja schon hundertmal? Das hier nicht! Zusammen mit Euch werden wir Klarheit in die schwierige Thematik der Versicherungen und Praxisfinanzierung bringen. Auf ganz neue Art möchten wir Eure Fragen beantworten.

Dr. med. Nora Berger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
Dr. med. Galina Münzer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

S 13 Rheumatologie

Das Seminar gibt einen Überblick über die häufigen rheumatischen Erkrankungen, die in der hausärztlichen Praxis vorkommen können:
○ Wie kann ich Arthritis oder Arthrose unterscheiden?
○ Welche Labordiagnostik können Hausärztinnen und Hausärzte machen?
○ Was ist bei der Basistherapie zu beachten?
○ Welche Impfungen sind wichtig?
○ Besonderheiten bei älteren Rheumapatientinnen und -Patienten
○ Besonderheiten bei schwangeren Rheumapatientinnen
○ Fallbeispiele

Dr. med. Ron Philipps, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Hausarztpraxis Berlin

S 14 Allgemeinmedizin weltweit – Horizont erweitern, Praxishospitation, Konferenzen, Austausch im Ausland und arbeiten im Ausland am Beispiel von MsF

Wie funktioniert Allgemeinmedizin in anderen Ländern? Wage den Blick über den Tellerrand und schnupper frischen Wind für Deinen Berufsalltag! Profitiere von den internationalen allgemeinmedizinischen Netzwerken der JADE/ VdGM/ WONCA - Wir zeigen Dir, wie Du in einer Praxis im Ausland hospitieren, an Konferenzen teilnehmen und Dich international vernetzen kannst und besprechen die aktuellen Ausschreibungen. Anschließend erfährst Du über die Einsatzmöglichkeiten im Ausland am Beispiel von „Ärzte ohne Grenzen“ (Médecines sans Frontières).

Dr. med. Madeleine Kiderle, Fachärztin für Allgemeinmedizin,  Hamburg
Dr. med. Sarah Romberg, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
Nationale Austauschkoordinatorinnen des „Vasco da Gama Movement“ (VdGM)| Europäisches „Young Doctors Movement“ der „World Family Doctors Organisation“ (WONCA)
Claudia Thomas, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

S 15 Umgang mit Sucht und riskantem Konsum in der hausärztichen Versorgung

Substanzkonsum und Abhängigkeit: Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit problematischem Substanzkonsum aus suchtmedizinischer und psychosozialer Sicht. ○ Was kann Allgemein- und Suchtmedizin leisten? ○ Mit welcher Haltung kann Veränderung motiviert werden? ○ Konsumreduktion, Entgiftung, Therapie oder Substitution - Wie funktioniert das Suchthilfesystem?
Legal, illegal, egal?

Christiane Stöter MPH, Fachärztin für Allgemeinmedizin Berlin
Lars Behrends, Suchthilfe Berlin

S 16 Dermatologische Erkrankungen in der Hausarztpraxis

Erkrankungen der Haut und Schleimhäute sind ein häufiger Beratungsanlass in der Hausarztpraxis.
Anhand von Fallbeispielen werden häufige Krankheitsbilder, Diagnostisches Vorgehen und Therapie interaktiv erarbeitet.

Dr. med. Fabian Ludwig, Facharzt für Allgemeinmedizin, Brieselang